Recap: CoPilot-Event am Geisskopf – zwei Tage unter MTB-Nerds

Lesezeit: 15 Minuten

Es gibt diese Wochenenden, an denen man irgendwann nach Hause fährt, komplett platt ist – und trotzdem am liebsten direkt wieder umdrehen würde.

Das erste CoPilot-Event im Bikepark Geisskopf war genau so eines.

Zwei Tage Bikes testen, Bikepark-Laps fahren, Komponenten ausprobieren, Fahrwerke abstimmen, Hersteller löchern und zwischendrin immer wieder feststellen: „Wie geil ist das denn bitte?“

Aber eigentlich waren es gar nicht nur die Bikes, die dieses Wochenende so besonders gemacht haben. Es waren die Menschen. Aus Teilnehmern und

Herstellern wurde sehr schnell eine gemeinsame Community.

In diesem Artikel bekommt ihr einen Einblick in das erste CoPilot-Event. Das CoPiloten-Feedback zu den Produkten wollen wir euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Wer sind die CoPiloten?

Wir haben in der Vergangenheit schon einzelne Leser aus der Community mit zum Testen genommen – ihr erinnert euch vielleicht an unser erstes CoPilot-Experiment mit e*thirteen beim Bikefestival Freiburg. Anschließend bauten wir das CoPilot-Prinzip weiter aus und einzelne Leser wurden immer wieder mit in unsere Tests einbezogen. Das Feedback war so gut, dass wir daraus jetzt ein eigenständiges Event gemacht haben – das CoPilot-Event.

Was es genau damit auf sich hat, könnt ihr im ersten Artikel zum CoPilot-Event nachlesen.

Willkommen bei den MTB-Nerds 

Am Samstagmorgen um 8:30 Uhr ging es los – um 9 Uhr öffnete schließlich der Lift im Bikepark Geisskopf. 25 CoPiloten versammelten sich in der Testpilot-Area. Eine kurze Ansprache von Jens. Und schon wurden die CoPiloten auf die Produkte der 13 teilnehmenden Hersteller losgelassen. Damit auch alles reibungslos ablief, machten wir vor dem Event eine Einteilung mit 1,5‑stündigen Test-Slots. 

Schon nach kurzer Zeit war klar: Hier treffen sich nicht einfach irgendwelche Leute, die zufällig Mountainbike fahren. Hier treffen sich Menschen, die sich für Mountainbikes wirklich interessieren, die für den Sport brennen und die von früh bis spät darüber reden können. Diejenigen, die nach einem Run nicht einfach sagen: „Fährt sich gut.“ Sondern: 

„Hast du gemerkt, wie sich das beim Anbremsen verhält?“ 

„Was passiert, wenn wir zwei Klicks Druckstufe rausnehmen?“ 

„Der Hinterbau fühlt sich komplett anders an.“ 

„Welchen Reifendruck fährst du eigentlich?“ 

Und zack: Ist eine Stunde weg – oder mehr. Genau diese nerdigen Gespräche machten dieses Wochenende aus. Überall wurde gefachsimpelt, verglichen, diskutiert und natürlich auch hemmungslos über Hinterbauten, Suspension und Bremsen philosophiert. All das fand in einer Atmosphäre statt, die sich erstaunlich schnell nicht mehr nach einem Event anfühlte. Sondern nach einem ganz normalen Bikepark-Ausflug mit einer ziemlich großen Gruppe guter Bike-Buddies, die sich schon länger kennen.

Familiär statt Messetrubel 

Genau diese familiäre Atmosphäre wurde von vielen Teilnehmern wie auch den Herstellern immer wieder hervorgehoben. Kein Gedränge durch riesige Messehallen. Kein Smalltalk, bevor der nächste Termin wartet. Keine Show um der Show willen. 

Stattdessen: Zeit für einen entspannten Austausch auf Augenhöhe und Detailfragen, gemeinsame Test-Runden im Bikepark, Anpassungen des Setups und ein gemeinsames BBQ am Abend – mit natürlich einem Thema: Mountainbikes. Nach ein paar Stunden hatte man das Gefühl, die Truppe wäre schon seit Tagen gemeinsam unterwegs. Am Samstagabend kannte man die meisten Gesichter. Die Hersteller waren nicht einfach irgendwelche Menschen hinter einem Messestand. Die Teilnehmer waren nicht einfach irgendwelche Tester. Alle waren Teil derselben Gruppe. Genau das machte das CoPilot-Event aus. 

Und wenn dann irgendwann jemand anfing, ausführlich zu erklären, warum sich sein Hinterbau mit einer bestimmten Fahrwerksabstimmung eben so verhielt, wusstest du: Du warst unter Gleichgesinnten.

Bikepark Geisskopf und die Event-Area

Die CoPilot-Event-Area errichteten wir auf der obersten Etage des Campingparkplatzes am Bikepark Geisskopf. Ein idealer Ausgangspunkt zum ausführlichen Testen. Die meisten Trails enden in der Nähe und mit wenigen Kurbelumdrehungen steht man wieder in der Liftschlange. Dank der modernen Liftanlage konnten die CoPiloten auf 14 Strecken mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen testen. Vom Flowtrail bis zur Downhill-Strecke ist alles dabei.

Auf dem Parkplatz konnten wir uns eine entspannte Atmosphäre schaffen. Die restlichen Bikepark-Besucher hatten natürlich die Möglichkeit über die Area zu laufen und mit uns oder den Herstellern ins Gespräch zu kommen. Das Testing war exklusiv für die CoPiloten.

Wer dort im Van oder Zelt nächtigen möchte, kann dies für einen fairen Preis von 10,00 € pro Nacht/Fahrzeug tun. Direkt an den Etagen findet man Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, die täglich gereinigt werden. Strom bekommt man ebenfalls für einen schmalen Taler an mehreren Stromsäulen.

Bikes fahren, statt nur darüber zu reden 

Doch es ging ja nicht nur ums Philosophieren, sondern noch viel besser: ums Fahren. Für viele Teilnehmer war die Möglichkeit, so viele unterschiedliche und auch besondere Bikes und Anbauteile unter realen Bedingungen direkt miteinander zu vergleichen, ihr ganzes Glück. 

Ein Bike nach dem anderen. Die gleichen Strecken. Andere Geometrien. Andere Hinterbauten. Andere Komponenten. Und plötzlich merkt man Dinge, über die man vorher vielleicht nur gelesen hat. Trägheit oder Spritzigkeit. Mehr oder weniger Steifigkeit. Kurzer oder langer Hinterbau. Unterschiedliche Fahrwerk-Charakteristiken. Und manchmal auch einfach dieses schwer zu beschreibende Gefühl, wenn ein Bike nach dem ersten Trail plötzlich ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert. 

Besonders spannend wurde es bei den Bikes und Komponenten kleiner Hersteller. Denn wann bekommt man als ganz normaler Mountainbiker schon die Gelegenheit, solche Räder ausgiebig zu fahren – teilweise sogar Produkte, die noch gar nicht auf dem Markt sind? Für einige Teilnehmer war genau das eines der Highlights des gesamten Wochenendes. 

Aber am Ende wollten die Nerds dann eben doch nicht einfach nur fahren – der Tech-Talk gehörte einfach dazu. Man konnte danach direkt darüber sprechen. Und zwar mit Menschen, die wirklich Ahnung davon haben. Die das Produkt teilweise sogar selbst entwickelt haben. Es wurden Notizen gemacht, die Hersteller mit Fragen gelöchert, Tipps ausgetauscht und sogar Excel-Tabellen befüllt. 

Fahrwerk nicht verstanden? Kein Problem. Setup fühlt sich komisch an? Ab zum Suspension-Experten. Ein paar Klicks verändern, wieder raus auf den Trail, wieder zurück und vergleichen. So wurde aus „Ich glaube, da stimmt irgendwas nicht“ ziemlich schnell ein „Ahhh, jetzt weiß ich, was das macht!“. Für viele Teilnehmer war genau diese Kombination aus Fahren, Verändern und erneutem Testen extrem wertvoll. So nimmt man nebenbei jede Menge neues Wissen mit – manchmal auch darüber, warum das eigene Bike vielleicht doch noch nicht ganz so perfekt abgestimmt ist, wie man bisher dachte.

Ehrliches Feedback – direkt an der Quelle 

Das CoPilot-Konzept funktioniert aber nicht nur in eine Richtung. Die Teilnehmer konnten nicht nur Produkte testen. Die Hersteller konnten auch zuhören. Und zwar direkt. Ohne Umweg. 

„Wie fühlt sich das für dich an?“ 

„Was gefällt dir?“ 

„Was würdest du verändern?“ 

„Warum hast du das so wahrgenommen?“ 

Genau dieses ehrliche Feedback war für die Hersteller einer der wichtigsten Teile des Wochenendes. Einer brachte es passend auf den Punkt:

„Normalerweise sucht man sich Fahrer für Tests gezielt aus. Beim CoPilot-Event bekommt man dagegen Feedback aus ganz unterschiedlichen Richtungen.“ 

Sie sind direkt am Endkunden. Es gibt ehrliche Rückmeldungen und Testeindrücke. Und genau das macht es spannend. Jeder fährt anders. Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse. Jeder hat seinen eigenen Fahrstil. Was für Tester A funktioniert, muss es nicht für Tester B tun.

Ein Wochenende voller Aha-Momente 

Ein besonders schöner Nebeneffekt des Wochenendes: Einige Teilnehmer kamen mit einer ziemlich festen Meinung und Überzeugung über ihr eigenes Bike. Nach Hause ging es mit einer neuen Wunschliste. 

Denn wenn man plötzlich Bikes und Komponenten von anderen Herstellern fährt und feststellt, wie verdammt gut die funktionieren können, wird die eigene Bike-Welt schnell ein bisschen größer. Da ist dieses eine Bike, das plötzlich überraschend viel Spaß macht. Das Anbauteil, das sich besser anfühlt als erwartet oder über das man vorher noch nie wirklich nachgedacht hat. Die Tuning-Möglichkeit, die ihr Geld wirklich wert ist. Und plötzlich wird aus einem: „Brauche ich das wirklich?“ ein: „Okay… wo kann ich das kaufen?“ 

Von diesen Aha-Momenten gab es am Geisskopf ziemlich viele. Für manche war es das erste Mal, so viele verschiedene Bikes an einem Tag zu fahren. Für andere waren es die Prototypen. Für wieder andere die Fahrwerksabstimmung, eine neue Bremse, Sättel, Griffe, Pedale oder doch ein leichter, gut sitzender Helm.

Am Ende bleibt das Grinsen 

Nach zwei Tagen waren die Beine müde. Die Köpfe voll mit neuen Eindrücken. Die Wunschlisten länger. Und vermutlich hat der eine oder andere auch ein bisschen zu viel über neue Bikes nachgedacht. Aber genau das ist doch das Schöne daran. 

Ein Teilnehmer bezeichnete das Wochenende als eines seiner persönlichen Highlights des Jahres. Und auch viele andere und erfahrene Fahrer kamen mit einem breiten Grinsen nach Hause. Es war kein Event, bei dem man einfach Produkte angeschaut hat. Man konnte sie fahren. Anfassen. Zumindest gedanklich, auseinandernehmen. Die Menschen dahinter kennenlernen. Und mit anderen MTB-Verrückten stundenlang über das schönste Hobby der Welt diskutieren. 

Dazu gab es gutes Wetter, perfekte Trails, leckeres Essen und eine Atmosphäre, bei der man sich schon nach wenigen Stunden fühlte, als würde man die Leute bereits deutlich länger kennen. Das CoPilot-Event am Geisskopf war deshalb vor allem eines: ein Wochenende unter Gleichgesinnten. Mit Bikes als Anlass. Mit Trails als Spielplatz. Mit Herstellern auf Augenhöhe. Und mit verdammt vielen nerdigen Gesprächen. 

Wir sagen: Danke & mehr davon!

CoPiloten-Feedback zu den Produkten

In zwei Tagen Testing hat sich natürlich jede Menge CoPiloten-Feedback zu den Produkten der Hersteller angesammelt. Das möchten wir euch nicht vorenthalten. Die Test-Produkte sowie deren Test-Eindrücke haben wir nachfolgend in alphabetischer Hersteller-Reihenfolge zusammengefasst.

AERTIME

Das DEKADE von AERTIME ist ein hochwertiges Flatpedal aus 6061-T6-Aluminium, das mit seiner 15 mm flachen Plattform und insgesamt 36 austauschbaren M4-Pins auf maximalen Grip ausgelegt ist. Erhältlich ist es in zwei Größen: Regular mit 105 × 105 mm und Large mit 115 × 115 mm. Die konkave Pin-Anordnung soll für eine besonders sichere Fußposition sorgen, während sich die Pin-Höhe über beiliegende Unterlegscheiben anpassen lässt. Praktisch: AERTIME liefert Ersatz-Pins direkt mit und versieht das Pedal mit einer fünfjährigen Garantie.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Sehr hochwertige Verarbeitung und unkomplizierte Montage durch die Links- und Rechts-Markierungen.

  • Ein Tester, der schon länger auf den DEKADE unterwegs ist, berichtete: Die Pedale haben auch nach fast drei Jahren und vielen Bikeparktagen mit Regen und Schlamm kein Spiel und fühlen sich weiterhin wie neu an.

  • Sehr gute Pin-Anordnung und dadurch sehr hoher Grip.

  • Sicherer, definierter Stand bei gleichzeitig gutem Feedback vom Bike.

  • Auswahl zwischen zwei Größen wird positiv hervorgehoben.

  • Umweltfreundliche Verpackung und viele mitgelieferte Ersatz-Pins werden positiv erwähnt.

  • Für manche Tester insgesamt eine der positiven Entdeckungen des Tests.

  • Tester würde die Pedale aufgrund der Erfahrungen des CoPilot-Events weiterfahren.

BikeYoke

BikeYoke hatte beim CoPilot-Event gleich mehrere spannende Neuheiten im Gepäck. Besonders interessant ist die neue Celest-Sattelstütze, die noch nicht erhältlich ist. Das Highlight ist der nahezu nicht existente Hebelweg über den Triggy Alpha-Hebel bis zum Auslösen. Wie kurz dieser Weg ausfällt, lässt sich einstellen. Gleichzeitig sind nur sehr geringe Bedienkräfte erforderlich. Möglich macht das eine neu entwickelte Ventilkonstruktion.

Eine weitere Neuheit ist ein Sattel, der ebenfalls noch nicht erhältlich ist. Wie beim bekannten Sagma setzt BikeYoke auf austauschbare Rails und Elastomere, die eine gewisse Bewegung des Sattels ermöglichen. Beim neuen Modell befinden sich die Elastomere allerdings ausschließlich im hinteren Bereich. Sie lassen sich austauschen und sind in drei Härten – Soft, Medium und Hard – verfügbar. Auch bei den Rails gibt es Wahlfreiheit: Sie werden wahlweise aus Carbon oder Stahl gefertigt. Den Sagma ersetzt das neue Modell ausdrücklich nicht. Zunächst soll lediglich die hier gezeigte Variante aus dem 3D-Drucker auf den Markt kommen.

Für das passende Cockpit sorgt der Barmate-Lenker. Der schicke, zweifarbige Aluminiumlenker ist mit rund 325 Gramm laut Hersteller ausgesprochen leicht, alternativ aber auch einfarbig erhältlich. Gefertigt wird er aus einer Al-7050-Legierung mit mehrstufiger Wärmebehandlung. Der Lenker kommt mit 800 mm Breite, 35 mm Klemmmaß, wahlweise 25 oder 40 mm Rise, 9° Backsweep und 6° Upsweep.

Dazu passt der Barkeeper-Vorbau, der aus einer Al-7075-Aluminiumlegierung mit mehrstufiger Wärmebehandlung gefertigt wird. Er ist in den Längen 35, 45 und 55 mm erhältlich. Wer noch etwas Gewicht sparen möchte, kann sich für Titanschrauben entscheiden. Optional sind außerdem Reduzierhülsen für Lenker mit 31,8 mm Klemmmaß verfügbar.

Abgerundet wird das Cockpit durch die Grippy-Griffe, die in sieben verschiedenen Farben erhältlich sind und damit farblich zu den Lenkern passen. So lassen sich die einzelnen Komponenten nicht nur technisch, sondern auch optisch aufeinander abstimmen.

Ein besonderes Extra gab es für die CoPiloten ebenfalls: BikeYoke bot einen kostenlosen Service für die Sattelstützen an. Damit konnten die Teilnehmer nicht nur die aktuellen Produkte kennenlernen, sondern auch ihre eigenen Stützen warten lassen.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Dropper funktioniert tadellos; Der Service wird als einfach und schnell beschrieben.

  • BikeYoke-Produkte werden generell für Zuverlässigkeit, Verarbeitung und Alltagstauglichkeit sehr positiv bewertet.

  • Die Wartungs-, Einbau- und Einstellvideos werden ausdrücklich gelobt.

  • Grippy-Griffe: sehr wertiger Eindruck, unkomplizierte Montage und sehr hoher Grip.

  • Hände und Unterarme bleiben auch auf ruppigen Passagen entspannt; kaum Armpump.

  • Gute Dämpfung, geringe Vibrationen und durchdachte Details an Handballen und Klemmschelle.

  • Ein Tester bezeichnet den Grippy als „Must-have dieses Jahres“ und würde ihn auch nach dem Test weiterfahren.

  • Lenker-/Vorbau-Kombi: funktioniert zuverlässig und sieht gleichzeitig sehr gut aus. 

  • Die neue Sattelstütze in Kombination mit dem Hebel ist sehr leichtgängig und mit fast keinem Hebel-Leerweg zu betätigen.

  • Die Revive 1.0 von 2018 konnte dank des guten Ersatzteilangebots problemlos auf Version 3.0 aufgerüstet werden.

FEEDBACK SPORTS

Bei Feedback Sports drehte sich alles um das Schrauben und die passende Ausstattung dafür. Bei den Montageständern standen gleich drei Modelle zum Testen bereit: der Pro Mechanic HD, der Sport Mechanic 2.0 und der Ultralight Repair Stand – jeweils mit den passenden Tool Trays für Werkzeug und Kleinteile.

Auch beim Werkzeug gab es einiges auszuprobieren: von den Hex- und Torx-Wrench-Sets über den Range Click Torque Wrench bis hin zum Team Edition Tool Kit mit allen Standard-Werkzeugen. An Schrauberstation konnten sich die CoPiloten von der hohen Feedback-Qualität überzeugen.

Abgerundet wurde das Sortiment durch die Pneuma CC Standpumpe und den A-Frame Fahrradständer. Mit dem Reservoir der Standpumpe konnten selbst Reifen ohne Kompressor tubeless aufgezogen werden. Dank des A-Frames konnten wir die Bikes sauber nebeneinander aufhängen und es musste niemand darüber stolpern.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Montageständer werden als sehr solide und gut im Handling beschrieben.

  • Laut Tester gehören die Montageständer zu den im Weltcup häufig verwendeten Produkten.

  • Die vor Ort getesteten Werkzeuge wurden positiv aufgenommen.

  • Werkzeugsets wirken gut durchdacht und verfügen über funktionale Details.

  • Besonders interessant für Fahrer, die viel im Bikepark unterwegs sind und Reparaturen direkt vor Ort erledigen möchten.

Formula

Mit der Belva zeigt Formula, dass eine Doppelbrückengabel nicht ausschließlich ans Downhill-Bike gehört. Die Enduro-Gabel kombiniert eine Doppelbrückenkonstruktion mit 35-mm-Standrohren und 170 bis 180 mm Federweg. Das soll eine präzise Lenkung und hohe Steifigkeit mit kontrolliertem Flex und Traktion verbinden. Beim CoPilot-Event war die Belva zusammen mit dem Nebbia-Luftdämpfer in einem Salsa Cassidy zu testen.

Der Nebbia ist Formulas erster Luftdämpfer und setzt auf eine Kombination aus Luftfeder und Stahlfeder-Element in der Negativfeder. Zusammen mit dem Bladder-Reservoir soll das für sensibles Ansprechen und viel Grip sorgen. Über Volumenspacer lässt sich das Verhalten im mittleren und hinteren Federwegsbereich anpassen. Praktisch: Auch die Einbaulänge beziehungsweise der Hub kann mithilfe von Spacern ohne Spezialwerkzeug verändert werden.

Mit der Selva V hat Formula außerdem eine überarbeitete Enduro- und Trail-Gabel im Programm. Ihre neue V-Luftfeder soll die Reibung reduzieren und über den gesamten Federweg ein gleichmäßiges Ansprechverhalten ermöglichen. Dazu kommen ein überarbeitetes Chassis mit 35-mm-Standrohren und die bewährte Dämpfungskartusche. Die Selva V ist mit 160, 170 oder 180 mm Federweg erhältlich. Die CoPiloten konnten die Selva V in ihrem eigenen Bike testen.

Ein besonderes Merkmal der Formula-Fahrwerke ist das Compression Tuning System (CTS). Statt nur die Druckstufe ausschließlich über externe Einsteller zu verändern, lässt sich die komplette Kennlinie durch austauschbare Ventile gezielt anpassen. Je nach Ventil stehen mehr Sensibilität und Traktion oder mehr Unterstützung für steile Trails und harte Bikepark-Einsätze im Vordergrund. Der Wechsel ist mit einfachem Werkzeug möglich und erlaubt es, das Fahrwerk auch nachträglich auf den eigenen Fahrstil oder unterschiedliche Strecken abzustimmen.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Mit der Suspension kamen einige sehr schnell auf ein funktionierendes Setting.

  • Für manche funktionierten die CTS der Traktion- und für andere die der Support-Serie besser. Hier gab es nicht die eine, perfekte Lösung. Die Tester lobten das Prinzip, die Gabeln mit dem CTS-Kit mit wenigen Handgriffen auf die eigenen Bedürfnisse zu tunen.

  • Ein Tester äußerte, dass er mit dem Belva-/Nebbia-Setup gegenüber seinem 200-mm-Downhiller nichts vermisst hat.

  • Feinfühliges Ansprechverhalten.

  • Die Belva-Doppelbrücke überzeugte einen Tester mit höherer Steifigkeit.

HOTT

Bei HOTT Cycles aus Tirol stand mit dem ALiCE Enduro ein Bike im Mittelpunkt, das sich an unterschiedliche Strecken und Fahrstile anpassen lässt. Besonders spannend war der direkte Vergleich zweier Varianten mit unterschiedlich langen Kettenstreben: So konnten die CoPiloten erleben, wie stark sich die Hinterbaulänge auf das Fahrverhalten auswirkt. Das ALiCE kombiniert einen Alu-gemufften Carbon-Rahmen mit einem zentral positionierten Pinion-Getriebe. Dazu kommt HOTT's R.H.A.-System (Ride Height Adjust), mit dem sich die Tretlagerhöhe und damit auch die Geometrie des Bikes anpassen lassen.

Neben dem Enduro hatte HOTT auch das Bullet dabei – ein Dirtjump-Bike, das für Pumptrack, Sprünge und Tricks ausgelegt ist. Der kompakte 26-Zoll-Rahmen setzt auf kurze Kettenstreben, einen tiefen Schwerpunkt und ein verspieltes Handling. Das Alu-Bike lässt sich individuell konfigurieren, sodass Fahrer es passend zu den eigenen Vorlieben aufbauen können.

Ein besonderer Blickfang war außerdem ein Slopestyle-Prototyp, den HOTT zum Event mitbrachte. Damit gab es neben dem Enduro- und dem Dirtjump-Bike auch einen Ausblick auf ein weiteres Einsatzgebiet, bei dem es auf Kontrolle in der Luft, ein paar Reserven mehr bei der Landung und ein ausgewogenes Handling bei großen Sprüngen ankommt.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • HOTT Alice wird von manchen Testern als eines der spannendsten Bikes des Tests bezeichnet.

  • Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Hinterbaulängen.

  • Die Variante mit langem Hinterbau war sowohl für einen Tester als auch seinen Kumpel auf der Enduro 2 deutlich schneller. Der Unterschied war selbst für einen Einsteiger sehr deutlich spürbar.

  • Das Bike bleibt trotz sehr langem Hinterbau gut handelbar und durch den zentralen Schwerpunkt des Pinion-Getriebes berechenbar.

  • Das zentrale Getriebe trägt beim HOTT zu einem berechenbaren und gut kontrollierbaren Fahrverhalten bei.

  • Direkter, präziser und sehr steifer Charakter – interessant für Fahrer, die aktiv mit dem Bike arbeiten möchten.

  • Die Gespräche mit dem HOTT-Team wurden ebenfalls positiv hervorgehoben.

  • HOTT Alice mit langem Hinterbau steht bei einem Tester weit oben auf der Wunschliste.

Lazer

Mit dem Impala KinetiCore und dem A-Line KinetiCore hatte Lazer zwei Helme für unterschiedliche Einsatzbereiche dabei – vom Trail- und Enduro-Einsatz bis hin zu anspruchsvollen Downhill-Strecken.

Der Impala KinetiCore ist ein offener MTB-Helm, der mit einem umfangreichen Ausstattungspaket punktet. Im Mittelpunkt steht die DualCore-Technologie: Zwei EPS-Schaumschichten unterschiedlicher Dichte sollen sowohl direkte als auch rotierende Aufprallkräfte aufnehmen. Dazu kommen ein in drei Positionen verstellbares, bei einem harten Aufprall ablösbares Visier und eine integrierte, ebenfalls ablösbare Kamerahalterung. Praktische Details sind außerdem der magnetische Verschluss, die Brillenhalterung und der Grip am Hinterkopf, der das Verrutschen des Goggle-Straps verhindern soll. Ein integrierter RECCO-Reflektor kann die Suche nach dem Fahrer durch Rettungskräfte unterstützen. Mit einem angegebenen Gewicht von 370 Gramm in Größe M bleibt der Impala vergleichsweise leicht.

Der A-Line KinetiCore ist dagegen ein Fullface-Helm für Downhill, Freeride und Bikepark. Seine Carbon-Außenschale verbindet geringes Gewicht mit einer stabilen Konstruktion. Auch hier kommt DualCore zum Einsatz: Die weichere EPS-Schicht liegt näher am Kopf und soll Rotationskräfte reduzieren, während die härtere äußere Schicht direkte Aufprallenergie aufnehmen soll. Für den Renneinsatz ist der A-Line nach ASTM-Downhill-Standard zertifiziert. Zu den Details gehören ein verschraubtes Visier, eine unter dem Visier montierbare Kamerahalterung und herausnehmbare Notfall-Wangenpolster, die das Abnehmen des Helms nach einem Sturz erleichtern sollen. Mit 790 Gramm in Größe M laut aktueller Herstellerangabe ist er für einen Carbon-Downhill-Helm ausgesprochen leicht. Für den A-Line folgt ein eigenständiger Testpilot-Test.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

Impala KinetiCore:

  • Leichter, unauffälliger Sitz, der über das Drehrädchen am Hinterkopf in vielen kleinen Rasterstufen gut angepasst werden kann.

  • Durch das Kineticore-System sitzt der Helm ruhig und stabil auf dem Kopf, ohne zu wackeln, knacken oder andere Geräusche zu machen.

  • Das DualCore-System mit zwei unterschiedlichen EPS‑Schaumhärten, der Magnetverschluss und die gummierte Goggle-Halterung wurden gelobt.

  • Ein Tester sagte, dass er eine spezielle „Eier-Kopfform“ hat und für ihn das Einstellsystem nicht so gut funktioniert. Er hätte aber auch mit vielen anderen Modellen Probleme.

  • Das Brillenstaufach funktioniert gut und die Brille sitzt fest darin. Da die Brille auf dem Visier sitzt, kommt ein guter Luftstrom an die Stirn.

  • Für einen Tester war selbst die Größe L zu klein und er hätte einen XL benötigt, den es so von Lazer nicht gibt. Größe L geht laut Datenblatt bis 61 cm Kopfumfang.

  • Einige Tester bemerkten, dass ihnen das Helmdesign auf ihrem Kopf sehr gut gefällt.

  • Es gab (zum Glück) keine Stürze mit dem Impala, von daher konnte über die Schutzwirkung nichts berichtet werden.

A-Line KinetiCore (nur Ausstellungsstück, konnte nicht gefahren werden):

  • Begeisterte durchweg mit seinem für einen DH‑Helm leichten Gewicht sowie dem Preis von 499 € für einen Carbon-Vollhelm.

  • Die abnehmbare Kamerahalterung unter dem Visier ist ein cooles Detail.

  • Ein weiteres durchdachtes Feature ist die Randerhöhung im Goggle-Bereich, durch die die Goggle fest an Ort und Stelle sitzt.

  • Das Kineticore-System überzeugte unauffällig. Wo es bei der Konkurrenz Knackgeräusche gibt, sitzt der A-Line leise auf dem Kopf.

Magic Milk

Mit der Tubeless-Pro Hi-Fibre setzt Magic Milk auf eine Dichtmilch für Tubeless-Setups, bei der Fasern dabei helfen, Löcher bis zu 8 mm zuverlässig abzudichten. Wer lieber mit Schlauch fährt, muss auf die Dichtwirkung nicht verzichten: Die Innertube-Pro Hi-Fibre ist speziell für den Einsatz im Schlauch gedacht und damit besonders interessant für Downhill- und Bikepark-Fahrer, die bewusst nicht auf einen Schlauch verzichten möchten, aber trotzdem maximale Abdichtung suchen.

Die BioBike ergänzt das Sortiment als Alternative für den Alltag. Sie eignet sich besonders für City- und Pendelräder sowie Kinderräder, bei denen unkomplizierter Pannenschutz gefragt ist. Damit haben die drei Varianten jeweils ihren eigenen Einsatzzweck – vom anspruchsvollen Bikepark-Einsatz bis zum täglichen Weg durch die Stadt.

  • Zur Magic Milk wird in ein paar Monaten ein eigenständiger Langzeittest mit CoPiloten-Feedback kommen.

Magura

Mit der RACE PRO präsentierte MAGURA eine brandneue Bremse, die erst wenige Tage vor dem CoPilot-Event offiziell vorgestellt worden war. Damit hatten unsere CoPiloten am Geisskopf die einmalige Gelegenheit, die Bremse als erste Endkunden überhaupt unter realen Bedingungen auf den Trails zu testen.

Die RACE PRO ist auf maximale Bremsleistung bei möglichst geringem Gewicht ausgelegt. Ihr Gehäuse aus geschmiedetem und CNC-gefrästem Aluminium, der vierkolbige Bremssattel und der radial angesteuerte Geberzylinder bilden die Basis. Ein kugelgelagerter Bremshebel und eine reibungsarme Kolbenführung sollen für eine geschmeidige Betätigung sorgen und die Dosierbarkeit verbessern. Laut MAGURA bietet die RACE PRO 16 Prozent mehr Bremskraft als die GUSTAV PRO – und das bei einem angegebenen Gewicht von nur 310 Gramm pro Bremse inklusive einem Meter Bremsleitung. Dazu kommen der werkzeuglos einstellbare Hebel und der Easy-Link-Leitungsanschluss, der das Trennen der Bremsleitung ohne Spezialwerkzeug ermöglicht. Die RACE PRO richtet sich damit an Fahrer, die eine sehr hohe Bremsleistung mit einem leichten Setup kombinieren möchten.

Die GUSTAV PRO verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Sie wurde für hohe und anhaltende Belastungen entwickelt, wie sie bei schweren Bikes, langen Abfahrten und wiederholten harten Bremsmanövern auftreten. Ihre vier großen 19-mm-Kolben und der 12-mm-Geberkolben sorgen für einen definierten Druckpunkt und eine gut kontrollierbare Bremsleistung. Besonders auffällig sind die 2,5 Millimeter starken Bremsscheiben und die groß dimensionierten Bremsbeläge, die viel thermische Reserve und ein hohes Verschleißvolumen bieten. Auch die GUSTAV PRO nutzt MAGURAs Easy-Link-System, das Wartungsarbeiten und die Montage bei innenverlegten Leitungen erleichtert. Sie ist damit die passende Wahl für alle, bei denen maximale Reserven und Standfestigkeit wichtiger sind als das letzte Gramm Gewicht.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

RACE PRO:

  • Sehr hohe Bremspower bei gleichzeitig sehr feiner Dosierbarkeit.

  • Ein Tester vergleicht sie zugespitzt mit einer „SRAM Maven auf Steroiden“.

  • Auch auf dem Unchained EN-3 wurde sie sehr positiv bewertet.

GUSTAV PRO:

  • Sehr gute Dosierbarkeit.

  • Gute Reserven durch den massiveren Kolben.

  • Hebelkonstruktion wirkt deutlich stabiler als bei der MT7.

  • Besonders geeignet für lange, steile Endurotrails.

  • Für lange DH-Passagen wird die RACE PRO eher als „Wurfanker“ gesehen.

  • Ein anderer Tester beschreibt die GUSTAV PRO als Bremse mit sehr sensibler Modulation und außergewöhnlicher Standfestigkeit – geeignet für Touren und lange Bikeparktage. 

ODI

Mit den Reflex-Griffen in Standard- und XL-Ausführung richtet sich ODI an Mountainbiker, die auf langen und ruppigen Trails Wert auf Komfort und Vibrationsdämpfung legen. Die ergonomisch abgestimmte Form kombiniert eine gepolsterte Auflagefläche für die Handinnenfläche mit flexiblen Rippen im Daumenbereich, die Schläge abfangen sollen. Das angewinkelte Waffelmuster orientiert sich an der Fingerposition und soll zusätzlichen Halt bieten. Während die Standardversion mit 33,5 mm Durchmesser auskommt, ist die XL-Variante mit 34,5 mm etwas kräftiger dimensioniert – eine Option für größere Hände oder alle, die einen dickeren Griff bevorzugen. Beide Modelle nutzen das V2.1 Lock-On-System mit einer einzelnen Innenklemmung, wodurch mehr nutzbare Grifffläche zur Verfügung steht.

Noch stärker auf Komfort ausgelegt sind die Vanquish D3O. Ihr besonderes Merkmal ist das gemeinsam mit D3O entwickelte GRIP-Material, das Stöße und Vibrationen reduzieren soll. Dazu kommen eine mehrlagig gepolsterte Oberseite, ein spezielles Waffelmuster für sicheren Halt und verstärkte Griffenden. Die Konstruktion soll die Hände auf ruppigen Strecken entlasten und Ermüdungserscheinungen entgegenwirken, ohne dabei die Kontrolle über den Lenker aus den Augen zu verlieren. Damit sind die Vanquish vor allem für Fahrer interessant, die auf langen Abfahrten möglichst viel Komfort aus ihren Kontaktpunkten herausholen möchten.

Die Elite Pro setzen dagegen auf eine Kombination aus ergonomischer Form, gezielter Polsterung und direktem Griffgefühl. Die versetzte Formgebung bietet dort mehr Material, wo die Handfläche Unterstützung benötigt, ohne den Griff insgesamt klobig wirken zu lassen. Auf der Unterseite sorgt ein Half-Waffle-Muster für zusätzlichen Halt, wenn das Gelände steiler wird und der Fahrer hinter dem Sattel steht. Die wechselnde Oberflächenstruktur soll Traktion bieten, ohne die Hände durch zu aggressive Texturen unnötig zu reizen. Wie bei den anderen aktuellen ODI-Modellen kommt auch hier das V2.1 Lock-On-System mit einzelner Klemmung zum Einsatz. Laut ODI ist es einer der beliebsten Griffen unter den Enduro-Worldcup-Racern.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

Reflex Standard und Reflex XL:

  • Gute Haptik und guter Grip.

  • Angenehmer Grip und Komfort durch die verschiedenen Zonen und die das Gittermuster auf der Unterseite für die Finger.

  • Allerdings etwas zu weich, insbesondere am Daumen durch die Lamellenstruktur.

  • Unterschiedliche Griffdurchmesser machen sich im Handling deutlich bemerkbar.

  • 34,5 mm (XL) wird künftig bevorzugt. 

  • Der Favorit-Griff unter den Testpiloten.

Vanquish D3O:

  • Festeres Griffgefühl als der Reflex.

  • Vibrationen werden spürbar reduziert, ohne dass der Griff weich wirkt.

  • Sehr guter Grip bei geringem Kraftaufwand.

  • Besonders auf ruppigen Bikepark-Strecken mit Bremswellen und Wurzeln überzeugend.

  • Sehr gute Dämpfung, ohne den direkten Kontakt zum Bike zu verlieren.

  • Auch ohne Handschuhe angenehm zu fahren.

  • Einziger kleiner Kritikpunkt: Die optimale Positionierung am Lenker ist bei der Montage nicht sofort eindeutig.

  • Ein Tester würde den Vanquish künftig sogar als Ersatzgriff in die Ausstattung seiner mobilen Fahrradwerkstatt aufnehmen. 

Elite Pro:

  • Ein angenehmer Griff gerade für kleinere Hände dank des dünneren Durchmessers. 

  • Das Griffprofil wurde durch die obenliegenden Lamellen als angenehm bei langen Abfahrten empfunden. Die Gitterstruktur auf der Unterseite sorgte für guten Halt der Finger.

Production Privée

Während das kleinere Shan 5 für sein verspieltes, vielseitiges Fahrverhalten bekannt ist, wurde das Shan 6 gezielt für schnelle Enduro-Abfahrten und anspruchsvolles Gelände entwickelt. Das handgefertigte Vorderdreieck aus Reynolds-853-Stahlrohren wird mit einem Hinterbau aus Carbon kombiniert. Ein steiferes Chassis und eine neu entwickelte Fahrwerkskinematik sollen vor allem dann Vorteile bringen, wenn man das Bike aggressiv fährt und mit viel Tempo durch ruppige Passagen und Kurven bewegt.

Mit 167 mm Federweg am Heck und einer 170-mm-Gabel ist das Shan 6 klar im Enduro-Segment angesiedelt. Auffällig ist der lange Hinterbau mit 457 mm Kettenstreben, der für viel Laufruhe und Grip sorgen soll. Zusammen mit dem 64,5°-Lenkwinkel und einer ausgewogenen Fahrerposition soll das Bike auch bei hohem Tempo kontrollierbar bleiben, ohne in engen Kurven unnötig träge zu wirken.

Auch beim Fahrwerk geht Production Privée einen eigenen Weg: Der Rahmen ist für einen Dämpfer mit großzügigen 225 × 75 mm ausgelegt. Der lange Dämpferhub soll mehr Möglichkeiten bei der hydraulischen Abstimmung bieten und auf langen Abfahrten helfen, die Dämpfungsperformance konstant zu halten. Über die unterschiedlichen Dämpferoptionen lässt sich das Setup an die eigenen Vorlieben anpassen. Außerdem kann das Shan 6 sowohl mit zwei 29-Zoll-Laufrädern als auch im Mullet-Setup gefahren werden. Dafür liegen unterschiedliche untere Dämpferaufnahmen bei.

Optisch bleibt das Shan 6 seiner technischen Konstruktion treu: Das rohe Stahl-Vorderdreieck mit sichtbaren Schweißnähten trifft auf einen schwarz lackierten Carbon-Hinterbau. Die Rahmen werden in Andorra von Hand gefertigt.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Von einigen Fahrern einer der klaren Favoriten bzw. Highlights des gesamten Tests.

  • Sehr agiles Fahrgefühl trotz 29"-Stahlenduro und mehr als 17 kg.

  • Sehr hochwertiger Rahmen und Carbon-Hinterbau.

  • Viele durchdachte Detaillösungen.

  • Außenliegende Leitungsführung wird aus Mechaniker-Sicht ausdrücklich gelobt, da sie Wartung und Reparaturen erleichtert.

  • Sehr agil bei schnellen Richtungswechseln.

  • Hohe Ruhe und Sicherheit in Wurzeln und Steinfeldern.

  • Sehr schnelles Vertrauen in das Bike; Zeiten lagen bereits nach praktisch ohne Eingewöhnung nur etwa 0,2–0,3 Sekunden hinter den eigenen, individuell abgestimmten Bikes.

  • Sehr vielseitig: von All-Mountain-Touren bis zu aggressivem Downhill.

  • Ein anderer Tester bezeichnet es als persönlichen „Testsieger“.

  • Besonders positiv: Qualität, Innovation, Ästhetik, Vortrieb, Stabilität und Einzigartigkeit.

  • Zusätzlich wird der persönliche Kontakt zum Chef positiv hervorgehoben.

  • Zusammengefasst: sehr leichtfüßig, sicher und extrem unterhaltsam. 

Rampair

Mit RampAir lässt sich die Federcharakteristik einer kompatiblen Luftfedergabel gezielt verändern, ohne die Gabel gegen ein anderes Modell tauschen zu müssen. Das Upgrade ergänzt die vorhandene Hauptluftkammer um eine zweite positive Luftkammer mit beweglichem Kolben. Dadurch wird das Luftvolumen während des Einfederns dynamisch verändert, um eine gleichmäßigere Federkennlinie über den gesamten Federweg zu erreichen.

Das Ziel: ein sensibles Ansprechverhalten bei kleinen Schlägen, mehr Unterstützung im mittleren Federwegsbereich und eine kontrollierte Progression bei harten Einschlägen. So soll die Gabel weniger tief absinken, in Kurven mehr Halt bieten und gleichzeitig genügend Grip auf Wurzeln und Steinen liefern. Über den Druck in beiden Luftkammern lässt sich das Setup individuell an Fahrergewicht, Fahrstil und Gelände anpassen – und das ohne klassische Volumenspacer oder Tokens.

Die Einheit wird anstelle der originalen Luftkappe montiert und lässt sich bei Bedarf wieder zurückbauen. RampAir ist für zahlreiche Gabelmodelle von Herstellern wie FOX, RockShox, Marzocchi, SR Suntour und DVO erhältlich. Damit ist das System besonders für Fahrer interessant, die mit ihrer aktuellen Gabel grundsätzlich zufrieden sind, sich aber eine ausgewogenere Federkennlinie und mehr Kontrolle auf anspruchsvollen Trails wünschen.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Für ein paar Tester war das RampAir einer der auffälligsten positiven Aha-Effekte des Events.

  • Ermöglicht geringeren Luftdruck bei gleichzeitig gutem Schutz vor Durchschlägen. Dadurch sensibleres Ansprechverhalten, besonders bei kleinen Schlägen und Bremswellen.

  • Gabel wird kontrollierter und vorhersehbarer.

  • Bei der FOX 34 eines Testers wurde sie mit RampAir bei schnellen Schlägen ruhiger und schluckte Bremswellen besser. Das Bike fühlte sich stabiler und sicherer an.

  • Auch nach kleinen Sprüngen wurde das Eintauchen als geschmeidiger und gleichmäßiger empfunden.

  • Ein Tester hat eine FOX 36 mit Anyrace-Kartusche und beschreibt deren Feeling eher für Race ausgelegt mit einer härteren Highspeed-Dämpfung. Das RampAir-Upgrade ergänzte dieses Setup positiv durch eine linearere Federkennlinie und besseres Ansprechen im ersten Drittel.

  • Mehrere Tester möchten RampAir künftig auch an weiteren Gabeln einsetzen.

  • Für einen Tester war es schwierig, einen Unterschied zu spüren.

Sixpack

Mit dem EVO Rail Ultra geht Sixpack Racing einen ungewöhnlichen Weg beim Satteldesign. Statt Sattelschale und Gestell als separate Bauteile zu fertigen, vereint eine patentierte One-Piece-Konstruktion aus faserverstärktem Polyamid beide Elemente in einer Einheit. Das spart Gewicht und soll gleichzeitig für eine ausgewogene Kraftverteilung und gezielten Flex auf ruppigen Trails sorgen.

Für den Komfort setzt Sixpack auf eine großzügige Polsterung aus E-TPU, die Stöße absorbieren und den Druck gleichmäßig verteilen soll. Die strukturierte Oberfläche bietet zusätzlichen Halt, während ein zentraler Entlastungskanal Druck im Sitzbereich reduzieren soll. Mit nur 148 Gramm in 140 mm Breite beziehungsweise 150 Gramm in 160 mm Breite ist der Sattel ausgesprochen leicht und eignet sich laut Hersteller für ein breites Einsatzspektrum von Gravel über Trail und Enduro bis hin zu Gravity.

Ein praktisches Detail ist das Ultra Easy Mounting System: Für die Montage muss die obere Klemmplatte der Sattelstütze nicht vollständig entfernt werden. Der Sattel lässt sich nach dem Lockern der Klemmung einfach von hinten einschieben und fixieren. Damit kombiniert Sixpack beim EVO Rail Ultra geringes Gewicht und Komfort mit einer besonders unkomplizierten Montage.

Für den Sixpack EVO Rail Ultra wird es demnächst auch noch einen eigenständigen Testpilot-Artikel mit zusätzlichem CoPiloten-Feedback geben.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Sehr leichtes Gewicht überzeugte viele Tester.

  • Zitat: „Einfachste Montage auf dem Markt.“ Der Sattel kann mit den Rails einfach auf die Aufnahme der Sattelstütze geschoben werden, ohne dass man die Schrauben komplett lösen muss.

  • Komfortable und gleichzeitig flache Polsterung.

  • Angenehm am Oberschenkel.

  • Mit den zwei Größen war für alle Tester ein passender Sattel dabei. Die meisten tendieren zum schmalen Sattel.

SR Suntour

Mit der Durolux 38 richtet sich SR Suntour an (E-)Enduro-Fahrer, die auch vor steilen, ruppigen Abfahrten und großen Einschlägen nicht zurückschrecken. Die Gabel setzt auf 38-mm-Standrohre aus hochfestem Aluminium, eine geschmiedete Hohlkrone und ein robustes Chassis. Herzstück der aktuellen EVO-Version ist die überarbeitete RC+-Dämpfungskartusche mit höherem Ölfluss und teiloffenem Ölbad. Sie soll besonders bei schnellen Schlagfolgen ein sensibles Ansprechverhalten und eine konstante Dämpfungsleistung ermöglichen. Über die externen Einsteller lassen sich Zug- und Druckstufe an den eigenen Fahrstil anpassen. Mit 160, 170 oder 180 mm Federweg ist die Durolux 38 für anspruchsvolle Enduro-Setups ausgelegt.

Etwas vielseitiger positioniert sich die Auron 36. Mit 36-mm-Standrohren und 140 bis 160 mm Federweg passt sie besonders gut zu Trail- und All-Mountain-Bikes, bei denen neben Kontrolle in der Abfahrt auch Effizienz bergauf gefragt ist. Die EQ-Luftfeder soll eine ausgewogene Federkennlinie mit guter Unterstützung verbinden und lässt sich über Luftdruck und Volumen an das Fahrergewicht und die persönlichen Vorlieben anpassen. In Kombination mit der RC+-Kartusche und dem teiloffenen Ölbad soll die Auron sowohl auf kleinen Unebenheiten sensibel reagieren als auch bei sportlicher Fahrweise genügend Reserven bieten. Damit schlägt sie die Brücke zwischen verspieltem Trail-Bike und abfahrtsorientiertem All-Mountain-Setup.

Hier findest du unseren Vergleichstest zwischen den 36er- und 38er-Standrohren der Suntour-Gabeln.

Als passende Ergänzung für beide Gabeln bietet SR Suntour den TriAir2 an. Der Luftdämpfer wurde für lange, anspruchsvolle Abfahrten entwickelt und soll auch bei hoher Belastung eine konstante Dämpfung und gute Traktion liefern. Sein überarbeiteter Ausgleichsbehälter verbessert den Ölfluss und schafft mehr Platz für unterschiedliche Rahmenkonstruktionen. Über Volumenspacer lässt sich die Progression der Luftfeder abstimmen; das luftunterstützte IFP-System ermöglicht zusätzliche Anpassungen. Je nach Ausführung bietet der TriAir2 eine zwei- oder dreistufige Druckstufeneinstellung sowie acht Klicks zur Anpassung der Zugstufe. So lässt sich das Heck gezielt auf mehr Komfort und Grip oder auf zusätzliche Unterstützung bei sportlicher Fahrweise trimmen.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

Durolux 38 und Auron 36:

  • Beide Gabeln haben deutlich positiver überrascht als von den Testern erwartet.

  • Insgesamt werden beide Gabeln als konkurrenzfähig zu etablierten großen Herstellern eingeschätzt.

  • Fluffiges, angenehmes Ansprechverhalten.

  • Viel Sicherheit und gute Rückmeldung vom Vorderrad.

  • Präzise Linienwahl und gutes Kontrollgefühl.

  • Auron 36 trotz geringerer Steifigkeit auch bei einem Fahrergewicht von rund 106 kg überzeugend.

  • Auron 36 wird ausdrücklich als unterschätzte Gabel bezeichnet: 36-mm-Standrohre sparen Gewicht und bieten trotzdem Komfort und Gegenhalt im rauen Gelände.

TriAir2:

  • Zuverlässige und unauffällige Performance.

  • Kontrolliert das Hinterrad auch bei Kompressionen, Pumps und schnellen Steinfeldern.

  • Insgesamt positiv bewertet.

Unchained Bicycles

Bei dem Schweizer Hersteller konnten unsere CoPiloten ein Bike fahren, das es so noch nicht zu kaufen gibt. Der Enduro-Prototyp von Axel Lehmkuhl und Laurent Alby kombiniert einen selbst entwickelten Mid-High-Pivot-Hinterbau mit der elektronischen Pinion C1.12 Smart.Shift-Getriebeschaltung und einem Gates-Riemenantrieb. Das Besondere: Statt klassischer Kette und Schaltwerk sitzt das Getriebe zentral im Rahmen. Das sorgt für ein aufgeräumtes Heck, weniger ungefederte Masse am Hinterrad und einen leisen, wartungsarmen Antrieb. Geschaltet werden kann mit dem Smart.Shift-System sogar im Rollen, ohne zu treten.

Auch der Rahmen ist ungewöhnlich konstruiert. Die Rohre aus 7075-T6-Aluminium werden in gefräste Muffen nicht nur eingeklebt, sondern zusätzlich verschraubt. Das soll eine besonders sichere Verbindung schaffen und verleiht dem Prototypen seine eigenständige Optik. Am Heck stehen je nach Setup 170 bis 175 mm Federweg zur Verfügung; ein Flip Chip erlaubt die Anpassung der Progression an Luft- oder Stahlfederdämpfer. Mit unterschiedlichen Ausfallenden lässt sich das Bike zudem als Mullet mit 29-Zoll-Vorderrad und 27,5-Zoll-Hinterrad oder mit zwei 29-Zoll-Laufrädern aufbauen.

CoPiloten-Feedback-Zusammenfassung

  • Eines der am stärksten positiv bewerteten Produkte des Events.

  • Sehr sattes, sicheres und ruhiges Fahrgefühl.

  • Sehr gutes Handling; das Bike vermittelt viel Vertrauen.

  • Ein Tester fuhr damit seine Bestzeit bzw. unterbot seine bisherige Zeit.

  • Sehr leise durch Pinion, Riemenantrieb und das Gesamtkonzept.

  • Hohe Bodenhaftung in Steinpassagen.

  • Beim Unchained wird die Kombination aus Pinion-Getriebe, Riemenantrieb und High-Pivot-Hinterbau als sehr gelungenes Gesamtkonzept bewertet.

  • Trotz knapp 18 kg fühlt sich das Bike aufgrund der zentralen Gewichtsverteilung weniger schwer an.

  • Präzise Linienhaltung und einfaches Korrigieren von Linienfehlern.

  • Bergauf überraschend effizient, bergab extrem ruhig und schnell.

  • Sehr hochwertiger Rahmen und edle Optik.

  • Ein Tester bezeichnet das Bike als eines der besten Pinion-Räder, die er bisher gefahren ist.

  • Das Gesamtpaket aus Öhlins-Fahrwerk, Bike und Bremse als extrem stimmig beschrieben.

  • Der Tester fuhr mit dem Unchained seine bisher schnellsten Fahrten auf den Flow-Strecken und der Enduro 1.

  • Mehrere Tester äußern sinngemäß einen deutlichen „Haben will“-Effekt.

Die neuesten Artikel


Weiter
Weiter

Test: Maxxis Minion DHX mit neuem DH-Casing