Vergleichstest 170 mm Enduro Federgabeln
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Wenn man vom Rahmen selbst absieht, ist kein Thema und kein Produkt so prominent am Bike wie die Federgabel. Sie entscheidet maßgeblich über eure Sicherheit, den Komfort und den Grenzbereich eures Bikes auf dem Trail. Das Angebot am Markt ist vielfältig. Neben simplen Optionen mit wenig Einstellmöglichkeiten gibt es hochgezüchtete Varianten, die jeder Vorliebe für Dämpfungscharakteristik gerecht werden sollten. Vorausgesetzt, man weiß, wie man dieses goldene Setting findet.
Wir von TESTPILOT haben es uns zur Aufgabe gemacht, für und mit euch Produkte zu testen und so zu beschreiben, dass ihr wisst, ob sie zu euch passen. Nicht nur, ob sie nur unseren persönlichen Vorlieben gerecht werden. Willkommen beim Test, der dir Antworten gibt, und willkommen beim Intro zum Federgabeltest im 170-mm-Segment.
Key Facts
Lastenheft für den Test
- 1. 170 mm Federweg
- 2. 29 Zoll
- 3. Unterschiedliche Fahrergewichte
- 4. Benchmarking aller Gabeln
- 5. Weitere Trails mit unterschiedlichen Ansprüchen
Was erwartet euch im TESTPILOT-Federgabeltest?
Alle Hersteller von Suspension haben sehr eigene Philosophien darüber, was eine gute Federgabel ausmacht. Zusätzlich fallen die Definitionen, was denn jetzt Trail, was Enduro, Freeride oder Downhill ist, ebenfalls unterschiedlich aus. Das macht das Angebot divers und vielfältig, aber auch nicht immer einfach für Anwender und Käufer.
Die zentrale Frage, die sich jeder stellen sollte: „Welche Federgabel passt zu meinem Fahrstil und mir?“
Ihr kennt das, wenn ihr das Rad von einem Kollegen ausprobiert. Manchmal fühlt sich die Federgabel besser, schlechter, zu hart oder zu weich an. Das hängt natürlich von den jeweiligen Einstellungen ab – oder auch dem aktuellen Wartungszustand. Wir werden euch in detaillierten Einzeltests erklären, wie die einzelnen getesteten Gabeln funktionieren, wie ihr sie abstimmen könnt und wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Zusätzlich gibt es am Ende einen tiefen Tauchgang, in dem wir die Gabeln miteinander vergleichen.
Was macht eine gute 170-mm-Federgabel aus?
170 mm sind eine sehr populäre Federwegsmenge für moderne Enduro- und E-Bikes. Mit so viel Puffer an der Front ermöglicht es dir eine durchaus rabiate Fahrweise. Wo einige von euch diesen Federweg gerne haben, um genau das zu tun – hart draufhalten und das Fahrwerk regeln lassen –, gibt es auch Anwender, die nach dem Prinzip „Federweg haben ist besser als Federweg brauchen“ agieren. Nur das Messer zwischen den Zähnen lassen sie weg.
Beide beschriebene Anwendergruppen sind das jeweilige Ende vom Spektrum und sie haben unterschiedliche Ansprüche an das, was eine Federgabel können muss. Wir haben den kompletten Anwendungsbereich ausprobiert und erklären euch, wo das Produkt am besten funktioniert oder ob es auf sehr besondere Vorlieben abzielt.
Ein Beispiel? Manche SUV versprechen Geländegängigkeit und sind dann überfordert, wenn es mal zur Sache geht. 170 mm am Mountainbike oder auch gerne am E-Bike suggerieren auf jeden Fall, dass man sich hiermit so ziemlich alle Trails runterlassen kann. Dicke Standrohre, fette Kronen und lange Rohre. All das sorgt dafür, dass die meisten Vertreter dieser Kategorie nicht unbedingt die leichtesten Vertreter sind und gegenüber ihren kleineren Schwestern im Portfolio bis zu 1 kg mehr auf die Waage bringen.
Das entspricht schnell einem Faktor von 1,5 und der ist in Bezug auf das Gewicht für Mountainbike-Komponenten nicht ganz unerheblich … oder doch? Wer also das leichteste Bike aufbauen möchte, muss sich manchmal fragen, ob grundsätzlich nicht auch weniger mehr sein könnte (Artikel 36 vs 38 Standrohre).
Was den Einstellungsbereich angeht, hat unser Testfeld ein breites Spektrum. Bewusst wollten wir aufzeigen, dass auch eine Stahlfeder oder eine simple Dämpfungskartusche mit weniger Einstellern ihre passende Anwendergruppe bei den Bikern haben kann.
Wie steht es um die inneren Werte? Wir haben die Gabeln nicht nur von außen betrachtet. Eine hochwertige Fertigung wirkt sich auch auf den Preis aus. Aber sie kann die Performance verbessern und die Lebensdauer verlängern.
Wie haben wir getestet?
Suspension zu vergleichen ist vermutlich der nerdigste Testtag, den es gibt – und man sollte einige Punkte beachten. Trail- und Wetterbedingungen haben den größten Einfluss darauf, ob man schnell und sicher auf der Strecke unterwegs ist oder sich mit nur einem Fuß auf dem Pedal den Berg hinunterrettet.
Vergleichbarkeit entsteht im direkten Back2Back-System. Am gleichen Tag. Auf dem gleichen Trail. Im gleichen Bike. Sprich, wir fuhren auf der identischen Strecke, bis jeder Tester sein persönliches, ideales Setup für jede Gabel gefunden hatte. In einem Bike, das er vom Fahrverhalten am besten kennt. Jede Federgabel wurde so perfekt abgestimmt und dann im nächsten Lauf mit einem anderen Modell verglichen, dann wieder umgebaut und nochmal verglichen und nochmal … und nochmal … und nochmal …
Dank geht raus an das Team vom Bikepark Gaisskopf für die Unterstützung!
Durch solches Benchmarking zeigen sich unter realen Bedingungen die Stärken und Schwächen. Es wird klar, wo man mit einer Federgabel die Linie ohne Probleme halten kann, während man plötzlich mit der nächsten um Grip und Sicherheit kämpfen muss. Wo die eine Landung butterweich war, braucht man beim Vergleichsprodukt plötzlich andere Settings oder Volumenspacer. Unterschiede, Stärken, Schwächen, sowie herstellerspezifische Philosophien im Dämpfungsverhalten zeigen sich auf.
Benchmarking alleine reicht natürlich nicht aus. Alle Federgabeln wurden zusätzlich auf weiteren Trails und unter anderen Bedingungen über mehrere Monate getestet und der Einstellungsbereich und die Möglichkeiten der Settings wurden weiter ausgelotet.
Welche Federgabeln haben wir getestet?
Nicht alle Federgabeln, die wir im letzten Jahr getestet haben, werden ihren Weg in den Vergleichstest finden. Dies hat verschiedene Gründe, wie anstehende Updates, noch kein finaler Serienstand oder den Wunsch der Hersteller, nicht an Vergleichstests teilzunehmen. Wir haben diese Wünsche berücksichtigt.
| Formula Selva V | Fox Podium Factory | Marzocchi Z1 Coil | Öhlins RXF38 m.3 Air | PUSH Industries Nine.One V2 | SR Suntour DUROLUX38 X EVO | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einsatzbereich | Trail / Enduro | Enduro / aggr. AM / eMTB | AM / Enduro / Trail | Trail / Enduro / eMTB | Trail / Enduro / eMTB | E-Enduro |
| ⌀ | 35 mm | (47 mm upper) 36 mm | 36 mm | 38 mm | 36 mm Stanchions / 44 mm Uppers | 38 mm |
| Federweg | 160 / 170 / 180 mm | 160 / 170 mm | 160 mm | 160 / 170 / 180 mm | 140–170 mm | 160 / 170 / 180 mm |
| Settings | CTS, LSC, LSR, Lock | HSC, LSC, HSR, LSR | Preload, LSR, C | LSC, HSC, LSR | HSC & LSC, LSR, Sub Chamber, HBO | Luftdruck, LSC, LSR |
| Federung | Dual-Chamber-V-Air | FLOAT EVOL GlideCore Air | Stahlfeder | Three-Chamber Air Spring | Coil-Spring mit Sub Chamber | AIR EQ |
| Dämpfung | CTS + Internal Floating | GRIP X2 | GRIP | TTX18 | NINEONE | RC+ |
| Laufradgrößen | 29″ | 29″ | 29″ / 27,5″ | 29″ / 27,5″ | 29″ / 27,5″ | 29″ |
| Max. Reifenbreite | 2,6″ | 2,6″ | 2,6″ | 2,6″ | 2,6″ | 2,6″ |
| Achsmaß | 15 x 110 mm Boost | 20 x 110 mm Boost | 15 x 110 mm Boost | 15 x 110 mm Boost | 15 x 110 mm Boost | 15 x 110 mm Boost |
| Bremsscheibe | PM, max. 220 mm | PM 200 mm (bis 230 mm) | PM 180–203 mm | PM 200 mm (max. 230 mm) | PM 180–203 mm (220–223 mm Adapter) | PM 203 mm (max. 220 mm) |
| Offset | 43 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm | 44 mm (29″) / 37 mm (27,5″) | 44 mm |
| Axle-to-Crown | 583 mm bei 170 mm | ca. 577–587 mm | ca. 580 mm | ca. 573–593 mm | 551–581 mm (je nach Travel) | 580 mm bei 160 mm |
| Gabelschaft | 1,5–1 1/8″ | 1,5–1 1/8″ | 1,5–1 1/8″ | 1,5–1 1/8″ | 1,5–1 1/8″ | 1,5–1 1/8″ |
| Casting | Aluminium | Aluminium | Aluminium | Aluminium | Aluminium | Aluminium |
| Abstreifer | Standard | Fox by SKF | Standard | Öhlins by SKF | Push ULF Seals | SKF |
| Fender | optional | optional | optional | optional | optional | Lange/kurze Version |
| Farbe | Matt Schwarz / Ultraviolet | Kashima / Schwarz | Shiny Black / Gloss Red | Gloss Black | Schwarz / Bronze Varianten | Metallic Slate; Gloss Black |
| Gewicht | 2.070 g | 2.780 g | 2.549 g | 2.313 g | 2.941 g | 2.656 g |
| Garantie | 2 Jahre + 10 Jahre Support | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre | 2 Jahre |
| Preis (UVP) | ca. 1.307 € | ca. 2.400 € | ca. 999 € | ca. 1.499 € | ca. 2.399 € | ca. 899 € |
| Webseite | rideformula.com | ridefox.com | marzocchi.com | ohlins.com | pushindustries.com | srsuntour.com |
Formula Selva V
Die Formula Selva V hatten wir bereits im Test. Sie lief hier zusätzlich mit im Vergleichstest und es wird ein erweiterter Langzeit-Testeindruck kommen.
Unsere lilafarbene Italienerin verkörpert eine sehr eigene Philosophie. Beim Wettrüsten um den Standrohrdurchmesser hat man sich enthalten, bleibt bei 35 mm und verpasste lediglich dem Casting ein Update. Formula wagt im Setup der Dämpfung einen Spagat aus einem breiten Basetune mit der einfachen Möglichkeit, jedem noch so individuellen Fahrerwunsch gerecht zu werden. Egal ob Fahrergewicht, Fahrstil oder Bike, man bekommt die Möglichkeit, die Federgabel (oder auch den Dämpfer) anzupassen.
Kern dieser Idee ist das CTS. Diese drei Buchstaben stehen für „Compression Tuning System“ und beschreiben ein kleines Bauteil, welches man jederzeit mit einem Formula-Werkzeug, auf der Oberseite der Federgabel ausbauen und austauschen kann. Klein, aber oho, denn es verändert die Dämpfungscharakteristik merklich.
Nach dem letztjährigen Update ihrer Luftseite zog die Selva V mit ihrer Performance mit vielen aktuellen Mitbewerbern gleich und teilweise voraus, auch wenn sie in der Szene nicht in der breiten Masse angekommen ist. Reguläre Volumenspacer aus hartem Kunststoff sind angekündigt, aber die bessere Performance erhalte man mit den Neopos. Schaumartige Spacer für die Luftkammer, welche, je nachdem, wie schnell sich der Druck erhöht, mehr Gegenhalt bieten.
Auf Luft- und Dämpferseite nutzt man die sogenannte IFT (Internal Floating Technology). Dies ist eine Art Entkopplung der Innereien der Federgabel vom natürlich flexenden Chassis außenrum. Die Selva V ist ein Serienprodukt, das durch seine Anpassbarkeit in Richtung Tuning-Level strebt und oft noch im Schatten der Big-Player steht.
FOX Podium
Die FOX Podium Factory war ein Produkt, das lange auf seine Marktreife warten musste. Man könnte sagen, dass die Szene 2011 den ersten Prototyp in 26-Zoll, gefahren von Gee Atherton, im Netz dokumentierte. Kurz darauf hieß es von offizieller Seite, dass es eine Federgabel in dieser Bauweise nicht geben würde.
Vierzehn Jahre später ist sie da. Eine durchaus radikale Serien-Federgabel, Upside-Down, aber in Single-Crown-Form. Ihre inneren und äußeren Werte kondensieren alles, was FOX an Technologie aktuell zu bieten hat.
In ihr werkelt eine geschlossene GRIP X2-Dämpfungskartusche. Auf der Luftseite befindet sich die sogenannte FLOAT EVOL GlideCore-Luftfeder, welche ungewollte Reibung unter Flex verhindern soll.
Extern lässt sich der bekannte GRIP X2-Dämpfer unabhängiger zwischen High- und Lowspeed verstellen. Mit einem Federweg von 170 mm und einem Gewicht ab 2.780 g positioniert man die Podium nicht nur vom Look klar über der 38.
Betrachtet man das aktuelle Angebot am Markt, findet sich die Gabel an Bikes mit einer recht klar definierten Zielgruppe. E-Bikes oder Vollgas-Enduros. Der Look dreht Köpfe auf dem Trail und im Bikepark.
Marzocchi Z1 Coil
Die Marzocchi Z1 Coil steht schon sehr lange nicht mehr unter der italienischen Flagge, hat sich aber zu diesen einfacheren Zeiten rückbesonnen. Unkomplizierte, robuste, einfache und solide Performance. In der von uns getesteten Version mit Stahlfeder verzichtet man bewusst auf ausgeklügelte Luftfedern mit mehreren Kammern und etlichen Dichtungen. Stattdessen bleiben wir klassisch. Lediglich vier Härtegrade decken einen Gewichtsbereich von 54 bis 114 kg ab.
Topcap aufgeschraubt, passende Feder rein und fertig. Dieses Prinzip ist simpel und stellt ein Coil-typisches, linear ansprechendes, äußerst sensibles Federungsverhalten zur Verfügung und verspricht längere Wartungsintervalle.
Funktional bildet die robuste Z1-Chassis-Plattform mit 36-mm-Standrohren die Basis. Kombiniert mit dem einfachen, aber durchaus effektiven GRIP-Dämpfer, liefert sie eine konstante und zuverlässige Dämpfungsperformance, eben gerade ohne komplizierte Einstellmöglichkeiten.
Öhlins RXF38 M.3 Air
Die Öhlins RXF38 m.3 Air umgibt der Halo von Motorsport. Dämpfungstechnologie und die Erfahrung sollen für anspruchsvollstes Mountainbiken nutzbar gemacht werden. Als Produkt der schwedischen Marke steht nicht die größte Anzahl an Einstellschrauben, sondern eine präzise aufeinander abgestimmte und vor allem konsistente Performance im Vordergrund. Das Herzstück bilden die TTX18-Dämpfungseinheit und ein Luftsystem mit drei Kammern für stufenlose, individuelle Abstimmung der Federkurve. Wer will, bekommt sie aber auch mit einer Stahlfeder.
Beschreibend ist die Twintube-Architektur der Schweden. Einsteller für High- und Lowspeed-Druckstufe sind weniger fein gerastert als bei den Mitbewerbern und decken aber dennoch ein recht breites Spektrum ab.
Push Industries Nine.One V2
Die PUSH Industries Nine.One V2 ist keine Federgabel von der Stange, sondern ein Statement, und das nicht nur visuell. Hergestellt in Handarbeit in Colorado, USA, verkörpert sie die Philosophie, eine Dämpferperformance auf allerhöchstem (Custom-)Niveau für den anspruchsvollen Privatfahrer zugänglich zu machen. Von der Stange gibt es hier höchstens die Versandkiste.
Die Abstimmung der Federgabel erfolgt über PUSH selbst oder den Distributor nach Angaben zu Fahrergewicht und Fahrstil. Sie ist kein Leichtgewicht und der Schwerpunkt liegt klar auf der Performance. Wenn das mehr wiegt, so sei es. PUSH-Gründer Darren Murphy macht hier keinen Hehl daraus und bereichert dadurch das Gesamtangebot am Markt durch etwas sehr Eigenwilliges.
Herzstück der Dämpfung in der Nine.One V2 ist eine komplett eigenständig entwickelte Dämpfungskartusche, die von der Architektur stark an die der bekannten PUSH-Hinterbaudämpfer erinnert. Es werkelt die selbe Ventiltechnik für die Druckstufe, jedoch ohne die Möglichkeit, zwischen zwei Dämpfungscharakteren zu switchen, wie das beim 11.6 oder VT/X möglich ist.
Weiterhin gibt es an der Nine.One eine Verstellmöglichkeit, die man sonst bei keinem anderen Hersteller findet: die Sub Chamber. Federseitig setzt man als Hauptarbeitsnehmer auf eine Stahlfeder (in sieben Härten) und stellt ihr ein simples und extern zuschaltbares, pneumatisches System für mehr Progression an die Seite. Die Sub Chamber kann man aktivieren oder deaktivieren, indem man einen silbernen Einsteller auf der Gabeloberseite dreht. Sollte man doch mal ans Ende des Federwegs gelangen, regelt ein hydraulischer Bottom-Out ein sanftes Ankommen.
SR Suntour Durolux 38 Evo X
„Wir wollen sein wie Toyota. Erschwinglich und sehr lange, sehr haltbar.“ So wurde uns die SR Suntour DUROLUX38 X EVO bei der Übergabe zum Test beschrieben. Eine Philosophie, maximale Performance zu einem radikal zugänglichen Preis zu liefern. Ein Toyota Hilux im Bikesektor?
SR Suntour setzt nach eigenen Angaben auf eine besonders robuste, vorhersehbare und vor allem verlässliche Performance unter allen Bedingungen. Eine unaufgeregte, luftgefederte Konstruktion mit einem 38-mm-Standrohr-Durchmesser sorgt für hohe Steifigkeit auf dem Trail. Vergleichstest Auron/Durolux lesen.
Im Kern arbeitet seit Modelljahr 2025 die RC+-Kartusche mit einer reduzierten Einstellbarkeit auf die Lowspeed-Druckstufe und Lowspeed-Zugstufe. Diese reduzierte Funktionalität, soll dennoch keine Performance-Einbußen bergen.
Wie geht es weiter?
Jetzt kennt ihr das Testfeld und die Spezifikationen. In den kommenden Wochen erwarten euch ausführliche Tests zu jeder einzelnen Federgabel. Unser erklärtes Ziel ist es, euch die Details zu Funktionsweise und Einsatzbereich nahezubringen. Wir werden tief in die Technik eintauchen und all die Fragen beantworten, die jetzt in deinem Kopf herumschwirren:
Wird die radikale FOX Podium ihr Versprechen einlösen und das Testfeld dominieren? Kann die unkomplizierte, aber etwas in die Jahre gekommene Marzocchi Z1 Coil noch mithalten – und welcher Fahrertyp profitiert wirklich von ihrer simplen Philosophie? Ist die maßgeschneiderte Performance der PUSH Nine.One V2 den Aufpreis wert, oder überzeugt die SR Suntour als unverwüstlicher Hilux unter den Gabeln durch pure Zuverlässigkeit? Verleiht das CTS-System der Formula Selva V eine magische Anpassungsfähigkeit, und wie schlägt sich die Öhlins RXF38 mit ihrem Motorsport-Erbe im rauen Alltag?
Wir stellen dir detaillierte und praxisnahe Analysen zur Verfügung. Du wirst erfahren, bei welcher Gabel unsere Tester das größte Grinsen im Gesicht hatten und vor allem: Du bekommst Antwort auf die Frage, welches Modell dich nicht nur sicher, sondern auch mit maximalem Fahrspaß jeden Abhang runterbringen wird.
Autor – Jens Staudt
Größe: 191 cm
Gewicht: 103 kg
Fahrstil: Mit seinem Race-Hintergrund sind die Linien geplant, auch wenn es mal rumpelt. Wenn möglich, werden Passagen übersprungen. Die ganze Breite eines Trails sollte man nutzen. Andere würden sagen – kompromisslos.
Motivation: Ein Produkt sollte sorgenfrei und möglichst lange funktionieren. Wenn man weniger schrauben muss, kann man mehr fahren. Er bastelt gerne und schaut, wie das Bike noch optimiert werden kann.

